
Der geringe Präsenz von Frauen, Homosexuellen und Transsexuellen in Technologiefeldern und vor allem im Hacken ist akut. Um diese Tatsache zu ändern, sind neue Herangehensweisen an Technologien und die Hacker- Kultur nötig. Sexismus zu konfrontieren ist wichtig aber dies muss ergänzt werden durch eine eingehende Analyse von repressiven Systemen. Ein intersektioneller Ansatz setzt voraus, dass wir uns alle mit verschiedenen Kulturen, sozialen Schichten, sexuellen Orientierungen, Ethnien und anderen Machtstrukturen, die verschiedene Formen und Level von Ungleichheit für verschiedene Menschen, hervorrufen. (in Technologiezentren, Design von Anwendungen, bei der Bedienbarkeit, im Hacker- Potential etc.)
Außerdem glauben wir, dass „Safe Spaces“ eingerichtet werden, damit FeministInnen, postkoloniale Aktivisten und Fachleute, die in der Entwicklung von freien Technologien oder der Befreiung von Technologien arbeiten, sich frei entfalten können.

Der FemHack wird sich genau darauf konzentrieren: Das Triggern von feministischen und postkolonialen Technologien, die Vielfältigkeit, Autonomie, Freiheit und gesellschaftlichen Widerstand stärken.
Um uns von patriarchalischen Technologien zu befreien, müssen wir die Grenzen der Technologien erweitern. Lasst uns außerdem nicht vergessen, dass jeder ein Experte in Bezug auf die Technologien ist, die er/sie alltäglich gebraucht. Und da Geschlechtsrollen eine der ältesten sozialen Technologien sind, wird jeder dazu etwas zu sagen haben! Macht mit und helft uns ein internationales globales Event für Frauen, Homosexuelle, Transsexuelle, feministische und postkoloniale Aktivisten auf die Beine zu stellen, damit sie voneinander lernen können, teilen, Netzwerke aufbauen und sich in technischer, theoretischer und performativer Sicht verbinden, um das langfristige Ziel der Befreiung und Autonomie zu erreichen. Tretet in unsere Reihen ein, um die Unterdrückung zu bekämpfen, die wir alle von Tag zu Tag erleben.
Als Bürge und Gemeinden organisieren wir uns weiterhin, um gegen verschiedene Systeme der Unterdrückung vorzugehen: Seien es „Sparmaßnahmen“, die Finanzkrise, Massenüberwachung, Eindringen in die Privatsphäre, Verletzungen des Datenschutzes durch staatl. und unternehmerische Akteuere, Kriminalisierung von sexuellen und reproduktiven Rechten von Frauen, etc.
In liebevollen Gedenken an Sabeen Mahmud
Sabeen Mahmud war eine pakistanische Menschenrechtlerin. Sie war Gründerin und Direktoren des SecendFloors (T2F), einem Café in Karatschi. Sie war die Präsidenten der Niederlassung von TiE (The Indus Entrepreneurs) in Karatschi, einer gemeinnützigen Organisation, die sich für die Stärkung von Unternehmertum einsetzt. Am 24. April 2015 wurde sie auf dem Weg nach Hause von unbekannten Schützen erschossen, nachdem sie ein Seminar über die vermissten Personen von Balochistan gegeben hatte.
Sabeen organisierte den ersten Hackathon Pakistans. Ein Wochenendelang konzentrierten sich neun Teams darauf, Lösungen für zivile Probleme in Pakistan zu finden.
Sabeen sagte: „Ich liebe und schätze, die Tatsache, dass Technologie die Chance hat, Leben zu verändern. Wir müssen uns darauf konzentrieren mehr und mehr Menschen den Zugang zu den Technologien und Werkzeugen zu ermöglichen.“
In liebevollen Gedenken an Sabeen, widmen wir den ersten internationalen feministischen Hackathon ihr und all denen, die gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung in der Welt ankämpfen.
Macht mit am 23. Mai!
Am Samstag, den 23. Mai, werden wir einen feministischen Hackathon in der ganzen Welt organisieren. Einige Veranstaltungen beginnen schon vorher und enden danach, aber am 23. Mai werden wir den Staffelstab durch verschiedene Zeitzonen übergeben und unsere Arbeit Sabeen Mahmud widmen, welche am 24. April 2015 ermordet wurde. Wir werden die Hachtag #femhack benutzen, um auf verschiedenen sozialen Plattformen benutzen. Wenn ihr bei einer Veranstaltung mitmachen möchtet oder selbst eine organisieren, die mit Geschlechtsrollen in der Technologie, Privatsphäre und Überwachung, digitaler Sicherheit, Software und Hardware zu tun hat, reicht ihr den Vorschlag bitte im Folgendem Kontaktformular ein. Alle Events werden auf der Open Street Map unten eingetragen und wir werden uns mit euch in Verbindung setzen, indem wir euch eine Einladung schicken, um der moderierten Mailingliste beizutreten.
Wir starten alles von Null auf! Kommt und macht mit dabei Ausstiegsmöglichkeiten für feministischen und postkolonialenWiderstand online und offline zu organisieren. Alleine können wir das nicht tun, aber zusammen können wir vieles verändern. Dieses Event soll kein alleinstehendes Ereignis bleiben, sondern der Anfang von einem Zusammenarbeiten, einem Schwarm von Cyborgs, die zusammenkommen um vom Internet aus die Techwelt und die Straßen zurück zu erobern.
Die Revolution wird auch feministisch sein oder sie wird nicht sein!
Wo wird es stattfinden?
Contact: femhack@riseup.net